Bildbeispiele

Wer will wandern glücklich fort, der betrachte Gottes Wort.

 

Der mühsame irdische Pilgerweg des Christen zum Himmel

Anmerkung: Bildnummern entsprechen der Reihenfolge der Bilder in der Kirche.
Da schreitet nun beispielsweise ein einsamer Wanderer, mit der Bibel als himmlischen Reiseführer vor seiner Nase, rüstig des Weges dahin. Dass es ein Engel ist, der ihm auf seinem Wege vorangeht, merkt er nicht einmal (Bild oben). Die Inschrift dazu vermeldet: ‚Wer will Wandern glücklich fort - Der betrachte Gottes Wort'. Ebenfalls typisch protestantisch in dieser Zeit wird vor Abweichungen vor dem rechten Wege gewarnt (Bild 1, leider stark abgedunkelt): ‚Wer falschen Lehren folget nach - Der wird's beklagen mit weh und ach.' Und schließlich, der Weg des Christen führt, dem apokalyptischem Lamme, also Christus folgend (nach Offb. Kap. 14,1-5) sehr steil bergauf himmelan (Bild 2). Der Weg des Christen zielt darauf ab, all seine Verflechtung in das Irdische zugunsten seiner Ausrichtung auf das Himmlische zu überwinden.

Die Welt als Ort des Leidens für den Christen

In dem Maße, in dem der Weg des Christen ‚nach oben' führt, wird zunehmend das, was er ‚hier unten' vorfindet, zum Ort der Versuchung, ja des Leidens für ihn. ‚Auf freud der Erd folgt ewigs leid - Auf leid der Erd folgt Himmels freud' kann es geradezu heißen (Bild 13). Himmel und Erde geraten in dieser Frömmigkeit geradezu in einen Gegensatz zueinander. Und Christus selbst stellt seine Jünger, so wie ein Goldschmied das Gold im Schmelzofen läutert, auf eine läuternde Probe: ‚Die Feüers glut daß golt macht rein - Das Creutz der Christen Prob muß sein'. (Bild unten).

Die Feuers Glut das Gold macht rein. Das Kreuz der Christen Prob muß sein.