Braune Langohren im Kirchendach

Die Kirche als Arche Noah

 

Wo Fledermäuse leben, sei die Natur noch einigermaßen intakt.

Foto: Dietmar Nill

Dürfen wir ihnen unsere heimlichen Sommergäste virtuell vorstellen?
Heimlich und verborgen sind sie unsere Gäste. Außer ihrem Kot auf dem Dachboden und ihrem Flugbild in der Dämmerung deutet nichts auf sie hin.
Sie verstecken sich so gut, dass sie nicht zu finden sind.
Erst der Fund eines toten Exemplars identifizierte sie eindeutig.

Die Langohren ‚pflücken’ Insekten von den Blättern.
Wie sie mit ihrem Sonarsystem die Signale des Blattwerks von einem Insekt unterscheiden können, wird vermutlich noch viele Forscher (auch die militärischen) herausfordern.
Es seien nur kleine Kolonien von 10 bis 20 Muttertieren.

Seitdem ich davon weiß, sperre ich den Kirchenboden für Besucher, damit die Mutterstube ungestört bleibt. Sehr zum Unwillen der Konfirmanden. Sonstige Anfragen bleiben ohne Chance.

Auffällig war dieses Jahr, dass sie sich offensichtlich in den Hohlraum der Decke über der alten mechanischen Uhr zurück gezogen haben. Nur unter einem großen Astloch häuften sich Kotspuren.
Es scheint einen Fressfeind zu geben, der sie bis in den Kirchturm verfolgt.
Vor Jahren fanden wir einmal eine rufende junge Schleiereule im Turm, die nicht mehr heraus kam.
Offensichtlich gibt es in unserem Dorf auch wieder Schleiereulen.

Wenn sie sich über diese bemerkenswerten Tiere weiter informieren möchten, können sie dies auf der Seite des NABU tun: www.nabu.de Stichwort: Langohrfledermaus

Wir danken dem Tierfotographen Dietmar Nill für die Freigabe seines Bildes auf unserer Seite.